Kennzeichnung reicht nicht
Ein KI-Hinweis macht Mitwirkung sichtbar. Offen bleibt, wer den Inhalt geprüft, übernommen und für seine Folgen einsteht.
Presse & Medien
Die neue Knappheit von Geltung im Zeitalter generativer KI
Für Redaktionen ist das Buch vor allem ein Gesprächsangebot über eine konkrete Verschiebung: KI macht gute Form verfügbar. Wer für sie einsteht, wird dadurch umso wichtiger.
Wenn Fortsetzung billig wird, wird Geltung knapp.
Nicht die Herkunft allein entscheidet. Entscheidend wird, wer prüft, übernimmt, widersprechen und korrigieren kann.
Auf einen Blick
Künstliche Intelligenz liefert in Sekunden Texte, Argumente, Entwürfe und Empfehlungen. Doch aus einer überzeugenden Form wird noch keine Aussage, für die jemand einsteht. Wer wir werden fragt, wie Zurechnung, Übernahme und Verbindlichkeit neu bestimmt werden müssen, wenn solche Formen zunehmend maschinisch erzeugt oder miterzeugt werden. Das Buch nennt die entstehende Lage Logozän und entwickelt mit der Arche eine Sozialform, deren technische Übersetzungsschicht der Hyper Attribution Layer (HAL) ist.
Das Buch ist ab sofort vorbestellbar. Der endgültige Umfang wird ergänzt, sobald er feststeht.
Klappentext
Dieses Buch geht der Frage nach, wie menschliches Leben im Zeitalter künstlicher Intelligenz weiterhin gelingen kann. Generative KI bringt massenhaft und immer passgenauer Formen kognitiver Leistung hervor, die bislang als spezifisch menschlich galten. Sie verändert dadurch nicht nur die Art, wie Texte, Bilder und Entscheidungen entstehen. Sie verändert die Bedingungen gesellschaftlicher Geltung selbst.
Was bedeuten Autorschaft, Verantwortung und Urteilskraft in einer Welt, in der passende Antworten jederzeit künstlich erzeugt werden können? In Wer wir werden entwickelt Felix Weil eine philosophische Diagnose der KI-Gegenwart. Seine zentrale These lautet: Wenn Fortsetzung billig wird, wird Geltung knapp. Aus der Verbindung von Sprachphilosophie, Anthropologie, Systemtheorie und KI-Ethik entsteht eine neue Perspektive auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters.
Das Buch fragt nicht nur, was es bedeutet, wenn Maschinen intelligent werden, sondern vor allem, wer unter diesen Bedingungen noch Geltung tragen kann, wie der Mensch dabei die Orientierung behält und welche Verantwortung er künftig übernehmen muss. Dafür entwickelt Weil eine neue Sozialform zur Vermittlung von Mensch und KI mit einem technischen Ansatz, der Übernahme und Zurechnung auch in Zeiten massenhaft künstlich erzeugter Formen lesbar hält. Ein origineller und tiefgründiger Beitrag zur Frage, wer wir im Zeitalter von KI werden wollen – und was dafür nötig ist.
Gesprächsanlässe
Ein KI-Hinweis macht Mitwirkung sichtbar. Offen bleibt, wer den Inhalt geprüft, übernommen und für seine Folgen einsteht.
Eine menschliche Freigabe trägt nur, wenn Zeit, Kompetenz, Widerspruch und Korrektur organisatorisch wirklich möglich sind.
Wenn eine KI genau die Worte findet, die ich meine: Was muss ich selbst noch tun, damit ich für sie einstehen kann?
Aktueller Anlass
Die seit 2. August 2026 anwendbaren Transparenzpflichten des Art. 50 AI Act machen die Frage nach KI-Mitwirkung besonders aktuell. Der Hyper Attribution Layer (HAL) setzt nicht an die Stelle des Rechts, sondern an eine daran anschließende Governance-Frage: Wie lässt sich nachvollziehbar ausweisen, wer einen KI-vermittelten Inhalt unter welchen Bedingungen geprüft, übernommen, autorisiert oder widerrufen hat?
Fünf Thesen
Autorenbio
Felix Weil ist Philosoph und Unternehmer. Er studierte Philosophie, Psychologie und Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte 2001 bei Wilhelm Vossenkuhl. Nach seiner Tätigkeit bei der Boston Consulting Group gründete er 2000 das Softwareunternehmen QUIBIQ, das er als Geschäftsführer leitet. Von 2004 bis 2018 war er Mitherausgeber des International Review of Information Ethics. Seine Lehrtätigkeit führte ihn an die Universität Stuttgart, die Hochschule der Medien und die Duale Hochschule Baden-Württemberg. In Wer wir werden untersucht er, wie KI unser Urteilen verändert und wie Verantwortung und Verbindlichkeit unter diesen Bedingungen kenntlich bleiben können.
Material
Autorenfoto und eine vorläufige Preprint-Darstellung des Buches stehen hier direkt bereit. Das Cover ist kein Verlagscover und darf nur als vorläufige Darstellung verwendet werden. Rezensionsexemplare und endgültiges Verlagsmaterial werden nach Abstimmung mit Springer VS bereitgestellt.
Druckfähig · JPEG · 300 dpi
Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über Buch und Autor · Bildnachweis: Foto: privat
Preprint-Dummy · kein Verlagscover · PNG
Verwendung nur als gekennzeichnete vorläufige Darstellung · das Verlagscover stellt Springer VS bereit
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Rezensionsexemplare werden nach Abstimmung mit Springer VS versandt, sobald das Buch vorliegt; Anfragen werden bis dahin vorgemerkt. Die Leseprobe steht hier als PDF bereit.
Kontakt
Dr. Felix Weil · Stuttgart
felix.weil@quibiq.de
Für Interviewanfragen, Gastbeiträge, Podcasts, Panels und fachliche Gespräche. Verlags- und Rezensionsexemplarfragen werden bei Bedarf mit Springer VS koordiniert.